Eine Demokratie vertraut ihren Bürgern. Sie weiß, dass sie nur auf der Freiwilligkeit aller Beteiligten basieren kann, weil sie sonst den Namen Demokratie nicht verdiente. [...] Ohne den historischen Septembertag im Jahr 2001 würde ich noch immer meinen, im Besitz einer geteilten Überzeugung zu sein. Ich würde mir einbilden, dass der Staat, den ich unterstütze, im Großen und Ganzen jene oben genannten Auffassungen teilt, die er mir im Verlauf der achtziger Jahre beigebracht hat. Ich würde es für eine Selbstverständlichkeit halten, dass europäische Länder nicht in völkerrechtswidrige Kriege ziehen. Ich hätte noch immer nicht kapiert, dass die Demokratie genauso verheuchelt, ideologisch verbrämt und bigott ist wie alle anderen staatstragenden Ideen auch.