Kulturblog machte Hartz4all auf eine interessante Rede des Noch-Bundeskanzlers Gerhard Schröder aufmerksam, die dieser anlässlich der Konferenz »Familie - Erfolgsfaktor für die Wirtschaft«hielt - ein überragender Titel, der großartige Inhalte verspricht, lassen sich Kinder doch für so ziemlich jedes Thema instrumentalisieren.
Ursprünglich sollten Hartz4all-Politikexperten die geniale Rede analysieren und die wichtigsten Abschnitte kommentieren, was sich aufgrund der überragenden Qualität der Rede jedoch erübrigt. Stattdessen kann der gesamte Artikulationsschwall metaphorisch wie folgt resümiert werden:
Kinder sind ungefähr so wie Bäume: Man kann sie irgendwo einpflanzen, dann wachsen sie ein wenig. Man kann sie in Schulen gemäß den eigenen Vorstellungen züchten, formen und sortieren. Irgendwann werden sie abgebaut (das geschieht häufig durch Raubbau, bei Kindern fast immer), zugeschnitten und alles von der Norm Abweichende und der Verwertung im Wege Stehende entfernt. Sie sind zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger tot. Sie werden für jeden Scheiß eingesetzt bis sie alt und morsch sind und schließlich nach Gebrauch weggeschmissen und verfaulen.
Hartz4all ist stolz, zum Abschluss des Themenkomplexes »Kinder«folgenden prägnanten Slogan präsentieren zu können, der aus stundenlangem Brainstorming auf Managementebene und zahlreichen Ausschusssitzungen hervorgegangen ist:
Kinder sind die Zukunft ohne Zukunft.



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