Hartz4all kann sich dieser Einschätzung Wolfgang Schäubles, seines Zeichens Größter Verfassungsschützer aller Zeiten (GröVaZ), nur anschließen: Die in den für Geheimgefängnisse und Methoden spezieller Befragung genutzten Staaten nicht vorhandenen Gesetze zum Schutz der Menschenrechte werden von der US-Regierung nicht nur geachtet und respektiert, sondern sogar aktiv unterstützt und genutzt. Menschenrechtsverletztende Gesetze anderer Staaten werden folglich bei der Tätigkeit der US-Geheimdienste nicht in Frage gestellt oder missachtet. Es gibt keinen Anlass, daran zu zweifeln und daher keine Grundlage für eine Beobachtung der entsprechenden Geheimdienste.
Artikel mit Tag Terrorismus
Freitag, 27. Juni 2008
Es gibt keine Menschenrechtsverstöße
Samstag, 12. April 2008
Wer schützt den Verfassungsschutz vor der Verfassung?
In jüngster Zeit wird den Verfassungsschutzbehörden immer wieder von Seiten dubioser Subjekte vorgeworfen, dem Grundgesetz eher zu schaden denn es zu schützen, indem die Verfassungsschutzbehörden angeblich verfassungswidrige Kompetenzen für sich einfordern, alles und jeden überwachen möchten und auf dem Auge des von staatlicher Seite betriebenen Grundrechtsabbaus blind seien.
Anstatt die NPD am Leben zu erhalten, so der dreiste Vorwurf von Terrorismussympathisanten und Langzeitarbeitslosen, solle der Verfassungsschutz lieber unsere ehrenwerten Minister in den Innen- und Justizministerien im Auge behalten, die angeblich ohne jegliche Gewissensbisse Verfassungsbruch am laufenden Band begingen. Wie jeder politisch interessierte Mitbürger zweifellos weiß, sind diese Behauptungen haltlos und stellen perfide Propaganda extremistischer Kräfte dar.
Hartz4all liegt nun exklusiv ein internes Dokument des Verfassungsschutzes vor, das dem Verfassungsschutz und allen Regierungsangehörigen von Bund und Ländern eine uneingeschränkte verfassungsrechtliche Unbedenklichkeit bescheinigt.
Wer entgegen dieser offiziellen Bescheinigung weiterhin an der Verfassungstreue von Regierungsangehörigen oder sonstigen staatlichen Bediensteten zweifelt, ist als Feind der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu betrachten und umgehend der nächstgelegenen Meldestelle des Ministeriums für Wahrheit, Frieden und Freiheit zu melden!
Sonntag, 2. März 2008
"Wir werden alles und jeden überwachen"
Online-Durchsuchungen, das ultimative Mittel zur Bekämpfung und Beendigung sämtlicher Verbrechen außer Grundrechtsmissachtung, hat das Verfassungsgericht unter Auflagen endlich erlaubt. Im Hartz4all-Interview skizziert BKA-Chef Jörg Ziercke mögliche Szenarien für die PC-Schnüffelei und fordert ein schnelles Ende der Debatte, um endlich freie Hand bei der Verbrechensbekämpfung zu haben.
Hartz4all: Nach langem Streit hat das Verfassungsgericht nun über die Online-Durchsuchung entschieden, sie aber zugunsten des internationalen Terrorismus eingeschränkt. Sehen Sie das Urteil als Erfolg oder als Niederlage?
Ziercke: Ich begrüße die Entscheidung. Den Strafverfolgungsbehörden wird endlich ein Instrument zugestanden, mit dem sie nicht umgehen können, um ein Medium zu überwachen, das sie nicht verstehen. Das Urteil ist eine Anpassung der Fahndungstechnik an das Zeitalter des Internets. Jeder ist heutzutage online. Ich selbst habe mir gestern in einem Fachgeschäft ein Internet gekauft.
Nun sind wir gefordert, sensibel zu agieren und genau abzuwägen, ob die Maßnahme geeignet und verhältnismäßig ist. In der Regel ist sie das meistens, weil Grundrechte verhältnismäßig irrelevant sind. In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, dass es eine massenhafte Ausforschung von Computern der Bürger geben soll. Eine Schleppnetzfahndung oder vergleichbares wollten wir jedoch nie. Wir wollen ein Treibnetz.
Hartz4all: Das Gericht hat hohe Hürden aufgestellt - vor allem muss es eine konkrete Gefährdung geben.
Ziercke: Den Begriff der konkreten Gefahr kennen wir aus den Polizeigesetzen der Länder. Er besagt, dass irgendjemand zu irgendeinem Zeitpunkt möglicherweise irgendeine Gefahr für irgendjemanden oder irgendetwas darstellen könnte. An dieser Stelle sehe ich die Strafverfolgungsbehörden beispielsweise bei Hinweisen auf geplante terroristische Anschläge nicht in Begründungsnot.
Hartz4all: Wie konkret muss ein solcher Verdacht aussehen?
Ziercke: Denken Sie an ein Szenario eines in Deutschland lebenden Islamisten, der in seinem abgeschotteten Umfeld über Anschläge redet, konspirativ Sprengstoff beschafft oder Anschlagsziele auskundschaftet, denken Sie an den Studenten, der seine Emails konspirativ verschlüsselt verschickt, denken Sie an den Wissenschaftler, der in Suchmaschinen nach gefährlichen Begriffen sucht, denken Sie an den Touristen, der Fotos von potentiellen Anschlagszielen anfertigt oder U-Bahn-Schächte fotografiert, denken Sie an Falschparker, an Briefmarkensammler, an Clowns, an kleine Kinder, die mit Katzenbabys spielen.
Hartz4all: Wie zum Beispiel auch die Sauerland-Zelle, die im vergangenen Jahr aufflog?
Ziercke: Die Kommunikation der Tatverdächtigen erfolgte hochkonspirativ, oftmals durch den gegenseitigen Zugriff auf E-Mails im Entwurfsstadium. Genau die auf diesem Wege ausgetauschten Informationen hätten uns helfen können, das bestehende Netzwerk schneller aufzuhellen.
Hartz4all: Aber Sie verfügten offenbar schon seit längerer Zeit über Informationen zu dieser Terrorzelle und konnten sie letztenendes ohne Hilfe einer Onlinedurchsuchung aufdecken?
Ziercke: Richtig.
Hartz4all: Inwiefern hätte Ihnen in diesem Fall eine Online-Durchsuchung geholfen?
Ziercke: Gar nicht.
Hartz4all: Sie sagten jedoch gerade, dieser Fall sei ein gutes Beispiel für die Notwendigkeit der Einführung der Online-Durchsuchung.
Ziercke: Richtig.
Hartz4all: Obwohl sie nicht geholfen hätte?
Ziercke: Richtig. Sehen Sie mal, dies ist Chewbacca. Chewbacca ist ein Wookiee vom Planeten Kashyyyk, aber Chewbacca lebt auf dem Planeten Endor. Denken Sie darüber nach. Es ergibt keinen Sinn! Warum sollte ein Wookiee - ein zwei Meter großer Wookiee - auf Endor leben wollen, zusammen mit einem Haufen winziger Ewoks? Es ergibt keinen Sinn! Aber Sie müssen sich ernsthaft fragen: Was hat das alles mit der Online-Durchsuchung zu tun? Gar nichts. Verstehen Sie, es hat nichts mit der Online-Durchsuchung zu tun. Es ergibt keinen Sinn! Nichts von alledem ergibt einen Sinn. Wenn Chewbacca auf Endor lebt, muss die Online-Durchsuchung erlaubt werden!
Hartz4all: Vielen Dank für das fiktive Gespräch.
Dienstag, 1. Januar 2008
Hartz4all wünscht ein frohes Jahr 1984!
Hartz4all wünscht all seinen Lesern ein frohes, mittels Zeitmaschine der Bundesregierung herbeilegisliertes Jahr 1984.
Als besonderen Service bietet Ihnen Hartz4all gute Vorsätze für das nächste Jahr (Mehrfachauswahl möglich):
- Nachbarn bespitzeln
- Unliebsame Mitmenschen wegen konspirativen Verhaltens und/oder Filesharing anzeigen
- Falschparker über 110 melden
- Bettlern in der Fußgängerzone den weisen sozialdemokratischen Rat "Wasch und rasier dich mal, du fauler Sozialschmarotzer, und such dir eine Arbeit" mit auf den Weg geben
- Größtmögliche Stückzahl frischen Humankapitals für Deutschlands Zukunft zeugen
- Treueeid auf den Größten Innenminister aller Zeiten (GröIaZ) schwören
- Nicht-kaukasisch aussehende Menschen wegen wahrscheinlicher Verbindung zu al Qaida meiden
- Möglichst viele persönliche Daten und private Bilder in so genannten Social Network Sites einpflegen, um totale Transparenz zu gewährleisten
- Die von Terrorismussympathisanten herbeifantasierten "individuellen Freiheiten" dem großen Ganzen opfern
- Nicht denken, kritisieren oder hinterfragen!
Samstag, 17. November 2007
Kein Vergleich
Hartz4all ist schockiert: Immer wieder müssen Agenten des Hartz4all-Sicherheitsdienstes in Hetzartikeln diverser Schundblätter oder Schundblogs, die leider noch nicht verboten wurden, diffamierende Äußerungen über die geplanten oder bereits umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen dieser Regierung lesen. So wird beispielsweise der momentane Zustand in diesem Land mit dem Überwachungshorror der ehemaligen DDR verglichen. Ein Skandal!
Eine umfangreiche Recherche fördert nun aufklärend die folgenden unmissverständlichen Fakten zu Tage:
Während in der ehemaligen DDR Wohnungen politischer Gegner verwanzt, Geruchsproben genommen, kritische Bands überwacht und auch Tageszeitungen Ziel der allgemeinen Überwachung wurden, Reiseverbote verhängt, normale Bürger von staatlicher Seite willkürlich schikaniert und konspiratives Verhalten all denen unterstellt wurde, die das bisschen Privatsphäre, das ihnen noch blieb, schützen wollten, also sämtliche Freiheitsrechte der Bürger vonseiten des Staates grob infragegestellt, Presse- und Meinungsfreiheit unterdrückt sowie die Unschuldsvermutung aufgehoben und durch Generalüberwachung ersetzt wurde, ist klar zu erkennen, dass in der Bundesrepublik Deutschland nichts, aber auch gar nichts mit diesem Überwachungsterror Vergleichbares existiert.
Hartz4all verbittet sich daher Vergleiche der paradiesischen Zustände in diesem freiheitlich-demokratischen Staat mit dem Unrechts- und Überwachungsregime der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Niemand hat die Absicht, die Bevölkerung zu überwachen!
Montag, 29. Oktober 2007
Hartz4all geht ins Terrorcamp
Hartz4all unterstützt mit Stolz das von der Zenzizenzizenzic Armee Fraktion in Kooperation mit der ZAF-Fernuniversität des Terrors initiierte ZAF-Terrorcamp:
Sonntag, 21. Oktober 2007
BKA-Terror dank Terrorverdacht
annalist, die Lebensgefährtin von Andrej H., dem Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung (§129a StGB) vorgeworfen wird, berichtet in ihrem Blog ausführlich über die kompetent durchgeführten, professionell durchdachten und technisch versierten Überwachungsmaßnahmen des BKA, in deren Fokus sie aufgrund der Anschuldigung geraten ist.
Mehr dazu auch bei Telepolis:
Sonntag, 9. September 2007
Registrierungspflicht für alles und jeden!
Hartz4all hält diesen Vorschlag für inkonsequent, undurchdacht, gefährlich und dem Terrorismus in die Hände spielend. Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus wäre es für die Sicherheit Deutschlands laut Expertenaussagen weitaus angebrachter, konsequent jene Rohstoffe zu verbieten, die für die Herstellung von Atomwaffen herangezogen werden können: Atome. Wer Atome einführt, vertreibt oder kauft, sollte in Zukunft in einer Gefährderdatei registriert werden. Denn nur totale Sicherheit ist echte Sicherheit!
Donnerstag, 6. September 2007
Gefährliche Parallelgesellschaften
Wie wiederholt und vehement von Innenministern, Unionspolitikern und anderweitigen Paranoia-Experten angeprangert, haben sich in Deutschland gefährliche Parallelgesellschaften gebildet:
[via ZAF]
Beckstein fordert Handyverbot für Beckstein
Bayerns Innenminister Günther Beckstein gab nicht nur WELT ONLINE ein Interview, sondern sprach auch mit Hartz4all über die aktuelle Sicherheitslage in Deutschland:
Hartz4all: Herr Minister, müssen Konvertiten stärker überwacht werden?
Beckstein: Konvertiten spielen im islamistischen Terrorismus eine erhebliche Rolle. Schwierig ist allerdings, dass es keine Mitteilungen darüber gibt, wenn jemand zum Islam konvertiert. Ich schlage daher vor, eine bundesweit totalerfassende Datenbank einzurichten, in der die Religionszugehörigkeit jedes Bundesbürgers und jedes Ausländers, ob nun per Visum in Deutschland oder als Tourist, zu erfassen ist. Weiterhin halte ich es für angebracht, Übertritte zu falschen Religionen, also zu allen nicht-christlichen Religionen per Gesetz meldepflichtig zu gestalten. So wissen wir sofort, wer vom einzig wahren Glauben abkehrt und somit zum Gefährder wird.
Hartz4all: Ist der Staat zu tolerant?
Beckstein: Der Rechtsstaat ist außerordentlich großzügig auch gegenüber Leuten, die nicht viel vom Rechtsstaat halten. Es ist beispielsweise möglich, Innenminister eines solchen Staates oder eines seiner Bundesländer zu werden, ohne das Grundgesetz je gelesen zu haben noch es zu achten. Soviel Toleranz muss sein.
Hartz4all: Deutsche Islamisten machen in Pauschalhotels Terrorausbildung, indem sie beispielsweise Liegestühle mit Handtüchern reservieren, um bei uns Anschläge zu verüben. Lässt sich die Wiedereinreise unterbinden?
Beckstein: Bei deutschen Staatsangehörigen geht das nicht. Deshalb muss der Staat schon bei der Einbürgerung ansetzen. Dort muss viel sorgfältiger überprüft werden, wer Fanatiker und Islamist ist. Ich halte mich da an die Tradition meiner historischen Vorgänger: Wer Islamist ist, bestimmen wir. Einfacher und wesentlich sicherer wäre es natürlich, jegliche Einbürgerung komplett zu unterbinden. Daran arbeiten wir.
Hartz4all: Sollten potenzielle Gefährder vorbeugend inhaftiert werden?
Beckstein: Für solche Topgefährder muss die Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt werden. Sie sollten sich nur in einer kleinen, gut zu überwachenden Kommune aufhalten dürfen, es sollte Internet- und Handyverbot gelten. Wir nennen diese Lag... - Verzeihung - Kommunen Happy Camps. Sie befinden sich auf Boden, der nicht zum deutschen Staatsgebiet gehört, um den Einsatz spezieller Verhörmethoden zu ermöglichen.
Hartz4all: Bisher kämpft vor allem Großbritannien mit islamistischen Terroristen, die im Heimatland aufgewachsen sind. Wurde dieses Phänomen bei uns unterschätzt?
Beckstein: Die "home grown terrorists» sind auch bei uns ein großes Thema. Wir werden zunehmend durch Terroristen aus dem eigenen Land bedroht. Sie sind gut angepasst, sprechen die Landessprache und bekleiden Ministerposten.
Hartz4all: Herr Beckstein, vielen Dank für das fiktive Gespräch. Ihre weisen Visionen lassen uns von einer goldenen Zukunft träumen.




Kommentare
Mo, 25.05.2009 20:52
Köstlich & kathartisch, immer weiter so!
So, 07.12.2008 16:21
Das ist töfte, Herr Blogwart! Ich freue mich schon drauf. U nd wehe, das klappt nich [...]
So, 07.12.2008 15:31
Die Lieferung bis zum Tannenba umfest kann leider nicht gewäh rleistet werden, werter [...]