Umerziehungslager für arbeitsfaules Gesindel sind schon seit langer Zeit überfällig und besinnen sich auf alte Traditionen. Asoziale, die Arbeit oder Ausbildung verweigern, sind umgehend zu disziplinieren, um der freiheitlichen “Arbeit über alles“-Ideologie gerecht zu werden. Nur so werden aus ihnen verantwortungsvolle Mitglieder der Gesellschaft werden können!
Als irreführend könnte allerdings die Erwähnung von Militär und Arbeitsleben in einem Satz aufgefasst werden, die möglicherweise unzutreffende Analogien wecken könnte, Militär- und Arbeitswelt hätten irgendetwas gemeinsam, und unter Umständen faulen Arbeitsverweigerern in die Hände spielt.
Korrekt ist: Unterordnung unter einen Vorgesetzten und damit einhergehende Hierarchisierung, Einschränkung der Grundrechte, darunter Einschränkung der Individualität und persönlichen Entfaltung, Einschränkung der freien Meinungsäußerung, Einschränkung der körperlichen Unversehrtheit, generelle und substantielle Abhängigkeit, Gehorsamsbereitschaft etc. sind absolut notwendige Eigenschaften und Voraussetzungen des Militärdienstes, die aber nicht auf ein Lohnarbeitsverhältnis übertragbar sind. Ein Durchgehen der aufgeführten Liste wird belegen, dass keiner der erwähnten Punkte für Lohnarbeitsverhältnisse zutreffend ist. Arbeit macht glücklich!
Wie bei derart progressiven Vorstößen üblich, melden sich realitätsferne Terrorismussympathisanten zu Wort, denen per Definition kein Gehör geschenkt werden sollte:
Führende Politiker meinen: Gehorsam ist genug Verantwortung!



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